Peru - land of plenty

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Monat: Juli 2016

Warum Peru?

Für mich ist das ganz klar. Peru wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Meine Mutter ist dort auf einer Zuckerrohr-Hacienda ausgewachsen, meine Eltern haben beide in Lima gearbeitet und sich dort kennen gelernt. Meine Schwester ist in Lima geboren, worauf ich immer ein bischen neidisch war.
Ich bin aufgewachsen mit fantastischen Geschichten aus der Kindheit meiner Mutter. Geschichten über Puerto Chicama, wo sie die ersten 14 Jahre Ihres Lebens fast immer ganze 3 Monate Sommerurlaub verbrachte und sich im Surfen probieren konnte und wo man Goldperlen alter Kulturen in den Dünen fand. Als Kind wollte ich kaum vorgelesen bekommen. Ich war begierig auf Erzählungen aus der Kindheit meiner Mutter. Erzählungen über den Tanzbären, den Ihre Familie nach Ablauf seiner Arbeitsjahre im Zirkus auf der Zuckerrohr-Hacienda in Casa Grande beherbergte, den 4 Hunden, der Eule Ziezie , die sie fand und groß zog und die bis heute Mittelpunkt ihrer Familien-Fotowand ist. Dann gab es da noch die Begegnung mit einem Hai und die Geschichte, wie sie mit der Zwille die Geier verfehlte und stattdessen ein Hornissennest traf. Lauter aufregende Ereignisse, die mir mein Kinder-Leben im kleinen schleswig-holsteinischem Kaff mit dem Namen Köthel mehr als unspektakulär erschienen ließen.

 

Ganz davon abgesehen, das Peru für mich persönlich das „landofplenty“ war, gibt es noch viele andere Gründe dieses Land genauer zu erkunden.
Es ist seit einigen Jahren einer der gastronomischen Hotspots. Zahlreiche kulinarische Reisen werden im Internet angeboten, die darauf abzielen Ceviche, Anticuchos und Papas a la Huacaina kennen zu lernen. In Berlin alleine sind mir inzwischen 6 Restaurants bekannt. Viele der so begehrten Superfoods kommen aus Peru. Dazu gehören Quinoa und Amaranth, die mit zahlreichen guten Inhaltsstoffen aufwarten können.

Reiseplanung – ist weniger mehr?

Weniger Reiseplanung lässt mehr Erlebnis zu…
…davon bin ich eigentlich überzeugt.
Das setzt für eine Reise allerdings einiges an Flexibilität voraus. Sind Zeit und Geld knapp, dann sollte man doch möglichst viel im Vorweg organisieren.

Dies gilt natürlich auch, wenn der Zutritt zu Deinem Wunschort reglementiert ist. So wie in meinem Fall für den Huayna Picchu, den man als Zusatzoption bei dem fast obligatorischen Besuch von Machu Picchu buchen kann. Ein absolutes MUSS auf meiner Reise, nicht nur weil die Aussicht spektakulär sein soll und der Aufstieg auch für „Nicht-Bergsteiger“ machbar, sondern auch weil meine Eltern dort vor circa 60 waren und diese beeindruckenden Fotos gemacht haben.

 

Mir widerstrebt es zutiefst solche Reservierungen zu machen, da ich mich ohne die Orte meiner Reiseroute zu kennen schon vorher entscheiden muss, wie lange ich wo bleiben will. Da mir Reiseführer und auch Ortskundige versichert haben, dass es ohne Reservierung nicht geht, habe ich mich schon ganze 2 Monate im voraus um einen der wenigen Plätze bemüht. Für Huayna Picchu sind es circa  200 am Tag, was in Anbetracht der durchschnittlich 2.000 Touristen die täglich zum Machu Picchu pilgern eine extrem geringe Anzahl ist.
Reservierungen macht man von Deutschland aus über: http://www.machupicchu.gob.pe/
Das Prozedere ist anders als gewohnt und nicht selbst erklärend. Als ich es endlich verstanden habe, war es leider schon zu spät und für meinen anvisierten Aufenthaltszeitraum in Cusco gab es keine Tickets mehr für den Huayna Picchu. Nun gut…, das verschafft mir mehr Freiheit im Vorfeld. Für Machu Picchu allein, soll man immer auch noch 2-3 Tage vorher in Cusco Tickets bekommen. Ich lasse es jetzt drauf ankommen.

Damit Euch nicht das gleiche Missgeschick wie mir widerfährt, solltet Ihr vor allem in der Hauptsaison für Machu Picchu, und vor allem für die angrenzenden Berge Huayna Picchu und den Montaña-Berg,  rechtzeitig Reservierungen machen. Das heißt für den Huayna Picchu spätestens 3 Monate im Voraus. Nora von INFO-PERU hat eine sehr gute Anleitung geschrieben, mit der es Euch gelingen wird eine der begehrten Reservierungen zu ergattern.
Weitere wissenswerte Fakten wie Kosten, beste Reisezeit und Ticketerwerb findet Ihr auch auf dem Blog von Thomas Guthmann.