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Cusco, Heiliges Tal und Machu Picchu

Cusco ist toll. Cusco macht Spaß. Die Stadt ist voll mit Reisenden aus der ganzen Welt, denen man aber wenn man will in den ursprünglicheren Stadtteilen, oder im umgebenden Heiligen Tal entgehen kann. Besonders ist die ausgelassene Stimmung. Jeder ist freudig aufgeregt. Entweder weil der Besuch des Weltwunders Mach Picchu bevor steht, weil man gerade den Inka-Trail bewältigt hat, oder weil man einen wundervoll eindrucksvollen Tag im Heiligen Tag verbracht hat.
Mein persönliches Highlight waren die Salinas de Maras. Die Salzbecken, die an den steilen Hängen der Anden liegen und schon von den Inkas zur Salzgewinnung angelegt wurden, sind wunderschön, genauso wie der Weg dort hin.

Salinas de Maras, Peru

Salinas de Maras, Peru

Arbeiter in den Salinas las Maras, Peru

Arbeiter in den Salinas las Maras, Peru

Salzgärtnerin in den Salinas las Maras

Salzgärtnerin in den Salinas las Maras

Das Heilige Tal im Winter erinnert mit den sanften Hügeln in Ocker- und Brauntönen etwas an die Toskana im Herbst. Doch die indigenen Schaf-, Kuh- oder Alpakahirten und die Schnee bedeckten Gipfel der Bergriesen im Hintergrund verdeutlichen einem, wo man sich befindet.
Und dann wäre da natürlich noch Machu Picchu…
Die Ruinenstadt wurde 2007 zu einem der neuen 7 Weltwunder gewählt, was sie deshalb auch irgendwie wieder entzaubert, denn es sind gewaltige Menschenmassen die sich auf Grund des Status dort täglich hin bewegen. Noch nie in meinem Leben habe ich für irgendetwas so lange in einer Warteschlange gestanden. Meine Geduld wurde extrem gefordert. Zum einem, weil ich mich gegen den 1,5 stündigen Fußmarsch von Machu Picchu Pueblo (auch Aquas Calientes genannt) und für den Bus entschieden habe und zum anderen, weil ich nun mal in der trockenen Hauptsaison reise, in der die meisten Besucher kommen.
Den Fußweg habe ich mir erspart, da ich in der Ruinenstadt den gleichnamigen Berg Machu Picchu besteigen wollte und befürchtete, dass mich mindestens 3-4 Stunden Treppensteigen in der Höhe vielleicht überfordern. Machbar wäre es wohl gewesen, aber mit wackligen Beinen gen Ende, die in Ermangelung von irgendwelchen Zäunen an den Abhängen dann auch ziemlich gefährlich werden können.
Stattdessen stehe ich also um 5 Uhr in der früh in einer unendlich lang erscheinenden Warteschlange für den Bus, der mich nach 2 Stunden Wartezeit in 20 Minuten zum Einlass der Ruinen bringt, wo ich dann noch mal anstehen muss.
Ich bin ziemlich froh in der ersten Gruppe zu sein, die den Montaña besteigt, da sich hier die Massen etwas ausdünnen. Der Weg ist steil und uneben, aber belohnt für meine Anstrengungen werde ich mit wunderschönen Ausblicken und mit der üppigen Pflanzenwelt der peruanischen Selva. Mückenschutz sollte man auf jeden Fall vorher auftragen. Nach wenigen Minuten hatte ich blutende Waden. Die Rüssel der Blutsauger scheinen hier irgendwie extreme Wunden zu hinterlassen, aber selbst ein sanftes Anti-Mücken-Spray hat sofort weitere Stiche verhindert.

Blick auf Machu Picchu vom Montaña

Blick auf Machu Picchu vom Montaña

Weg auf dem Gipfel des Montaña, Machu Picchu

Weg auf dem Gipfel des Montaña, Machu Picchu

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Ich ganz oben auf dem Montaña und die Ruinen von Machu Picchu ganz klein.

Nach circa 3 Stunden bin ich wieder am Ausgangspunkt und gehe dann nochmal 40 Minuten bergauf zum Sonnentor. Wenn man zu den Leuten gehört, die zu Fuß über den Inka-Trail kommen, erblickt man hier zum ersten Mal die Ruinen und ich kann mir gut vorstellen, dass man bei Sonnenaufgang mit offenem Mund einfach erstarrt.
Die Gemäuer im Tal selber habe ich dann relativ schnell erkundet. So schnell wie es eben geht, wenn große Touristengruppen und Lamas im Weg stehen.

Machu Picchu am frühen Morgen

Machu Picchu am frühen Morgen

Ziemlich entkräftet entscheide ich mich nach der Besichtigung wieder gegen den Fußweg und warte geduldig 1 Stunde auf den Bus nach Aquas Calientes.

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2 Kommentare

  1. Da hat sich das Warten in der Schlange ja gelohnt! Schmeckt denn das Salz je nach Braunton unterschiedlich?

    • sophie

      September 3, 2016 at 1:22 am

      Hi Nina, die Felder sehen heller aus, wenn sich viele Salzkristalle an der Oberfläche gebildet haben. Der braune Sand wird natürlich rausgewaschen bevor das Salz abgepackt wird. Gruß Sophie

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