Für mich ist das ganz klar. Peru wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Meine Mutter ist dort auf einer Zuckerrohr-Hacienda ausgewachsen, meine Eltern haben beide in Lima gearbeitet und sich dort kennen gelernt. Meine Schwester ist in Lima geboren, worauf ich immer ein bischen neidisch war.
Ich bin aufgewachsen mit fantastischen Geschichten aus der Kindheit meiner Mutter. Geschichten über Puerto Chicama, wo sie die ersten 14 Jahre Ihres Lebens fast immer ganze 3 Monate Sommerurlaub verbrachte und sich im Surfen probieren konnte und wo man Goldperlen alter Kulturen in den Dünen fand. Als Kind wollte ich kaum vorgelesen bekommen. Ich war begierig auf Erzählungen aus der Kindheit meiner Mutter. Erzählungen über den Tanzbären, den Ihre Familie nach Ablauf seiner Arbeitsjahre im Zirkus auf der Zuckerrohr-Hacienda in Casa Grande beherbergte, den 4 Hunden, der Eule Ziezie , die sie fand und groß zog und die bis heute Mittelpunkt ihrer Familien-Fotowand ist. Dann gab es da noch die Begegnung mit einem Hai und die Geschichte, wie sie mit der Zwille die Geier verfehlte und stattdessen ein Hornissennest traf. Lauter aufregende Ereignisse, die mir mein Kinder-Leben im kleinen schleswig-holsteinischem Kaff mit dem Namen Köthel mehr als unspektakulär erschienen ließen.

 

Ganz davon abgesehen, das Peru für mich persönlich das „landofplenty“ war, gibt es noch viele andere Gründe dieses Land genauer zu erkunden.
Es ist seit einigen Jahren einer der gastronomischen Hotspots. Zahlreiche kulinarische Reisen werden im Internet angeboten, die darauf abzielen Ceviche, Anticuchos und Papas a la Huacaina kennen zu lernen. In Berlin alleine sind mir inzwischen 6 Restaurants bekannt. Viele der so begehrten Superfoods kommen aus Peru. Dazu gehören Quinoa und Amaranth, die mit zahlreichen guten Inhaltsstoffen aufwarten können.